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Sektion 28: Lernen mit Multimedia

[Sektionskonzept]
Raum HSW 3.14 und 3.24
Sektionsleitende: Erwin Tschirner, James P. Pusack

Beiträge
(Klicken Sie auf den Namen, um zum Abstract to kommen. )

Rigmor minne

Juliana Fischbein

Margret Liebezeit

Regina Richter

Dieter Arnsdorf

Hans-R. Fluck

Ralf-Peter Lösche

Vesna Šimunić

Hartmut Aufderstrasse

Panagiotis Gakis

Agnieszka Mac

Petr Skobelev

Ginette Castro

Cornelia Gick

Chris Majari

Outi Steuer

Elena Chalenko

Anne Green

Irina Makarewitsch
Klaus Steinecke
Johanna Chardaloupa

Susanne Hecht

Rita Maria Niemann
Marisa Tenze

Ida Dringó-Horváth

Orsolya Hoffmann

Alicia Padrós
Erwin Tschirner

Karin Ende

Linda Hess-Liechti

Johann Pfeiffer
Janet von Randow

Doris Fandler

Brigitta Joebstl-Berger

James P. Pusack

Mairi Ferguson

Anatoli S. Karpow

Christiane Rabbe

 

 


 

Dieter Arnsdorf, Karin Ende, Chris Majari

(München, Deutschland)

Chancen und Grenzen von Multimedia-Programmen

Das Goethe-Institut entwickelt zur Zeit ein multimediales Lernprogramm für Deutsch als Fremdsprache, das neben einem Fernseh- bzw. Videosprachkurs auch einen online-Sprachkurs anbietet. Aber wie entstehen eigentlich Multimediaprogramme? Welche Arbeitsschritte sind von der Konzeption bis zur Programmierung zu leisten? Mit welchen Kosten ist zu rechnen, bis eine fertig programmierte Seite auf dem Bildschirm zu sehen ist? Welche Strukturen müssen für die Betreuung und die Vermarktung eines solchen Kurses geschaffen werden? Die Beschäftigung mit diesen und weiteren Fragen lädt zu einem Blick hinter die Kulissen eines solchen Großprojektes ein und lässt die oft kritisierten beschränkten Möglichkeiten von Multimediaprogrammen in einem anderen Licht erscheinen.

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Hartmut Aufderstrasse

(Luxemburg, Luxemburg)

Aspekte der Konzeption multimedialer Anwendungen für den DaF-Unterricht – Anmerkungen aus Autorensicht

Die Computer- und Internettechnik ist nunmehr so weit fortgeschritten, dass sie eine ernsthafte Nutzung für das Fremdsprachenlehren- und lernen ermöglicht. Dies betrifft nicht nur die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Maschinen und Netzwerke beim Transport multimedialer Inhalte, sondern auch und vor allem die Bereitstellung von Autorensoftware, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Sprachunterrichts Rücksicht nehmen kann. Daraus ergibt sich eine Reihe von Fragen:

- Welches technische Potenzial bieten Multimedia-Anwendungen heute und in der Zukunft für ein effizientes, zielgerichtetes, individualisiertes Fremdsprachenlernen?

- Welche Übungs- und Vermittlungsformen lassen sich mit den neuen Medien gestalten, die über die bisher bekannten und genutzten hinausgehen?

- Wie lassen sich die klassischen Fertigkeiten des Spracherwerbs am Computer optimal umsetzen?

- Welche Voraussetzungen brauchen Didaktiker (Lehrwerkautoren) und Informatiker, um effizient zusammenarbeiten zu können und optimale Anwendungen zu produzieren?

- Wie können die elektronischen in die herkömmlichen Lehr- bzw. Lernwege integriert werden?

- Welchen neuen Anforderungen sehen sich die Unterrichtenden gegenüber?

- Welchen Anforderungen und Herausforderungen muss sich eine integrierte Fremdsprachendidaktik der neuen Medien stellen?

- Wo sind die Grenzen des mediengestützten Fremdsprachenlernens?

Diese und weitere Fragen sollen auf der Grundlage der CD-Rom– sowie Online – Projekte zu den beiden DaF-Lehrwerken "Themen neu" und "Delfin" an konkreten Beispielen aufgezeigt und erörtert werden.

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Ginette Castro

(Concepción, Chile)

Interaktive Arbeit mit Anfängern im multimedialen DaF-Unterricht. Ein Erfahrungsbericht.

Chile erlebt aktuell eine Reform in allen Phasen des Schulsystems, wobei die Hochschulen nicht ausgeschlossen bleiben. Im Rahmen dieser Reform haben sich die Universitäten als Ziel gesetzt, verstärkt an der Verbesserung der Universitätslehre zu arbeiten, diesen Prozess zu erforschen und die Qualität bzw. Effektivität der Arbeit zu überprüfen. Dabei wird die Anwendung von innovativen Methoden in allen Fachbereichen bevorzugt, d.h. Multimedia-Anwendungen und -Materialien und alle Formen des Lehrens/Lernens, die zur Entwicklung und zum Einsatz von Kreativität und Lernerautonomie beitragen.

In Sachen Fremdsprachen – Lehren und Lernen – besteht die Herausforderung darin, attraktive, dynamische, den Interessen der Lerner angepasste Materialien zu entwickeln. Unsere Erfahrungen mit den Online-Projekten des Lehrwerkes Moment Mal! führte uns dazu, eine Webseite mit Zusatzmaterialien, die sich an der Realität unserer Lerner orientiern, in unseren Kurs einzubauen. Auf drei Aspekte dieser Arbeit wird in diesem Beitrag eingegangen. Zuerst werden sowohl technische als auch praktische Probleme beleuchtet, die bei der Materialsuche und -erstelllung aufgetreten sind. Dann werden einige der auf der Webseite zu findenden Materialien zusammen mit von den Lernern bearbeiteten Übungen und Tests gezeigt. Schließlich werden die Leistungen unserer Studenten und Studentinnen - aus zwei verschiedenen Jahrgängen und mit unterschiedlichen Methoden unterrichtet - vorgestellt und miteinander verglichen. Dazu stellen wir die Meinung und Einschätzung der Studierenden bezüglich ihrer Erfahrungen mit MMAs vor. Unseren Erfahrungen nach fördert die Anwendung interaktiver Materialien das autonome Arbeiten bzw. Lernen unserer StudentInnen. Dabei wird ihr eigenes Lerntempo berücksichtigt und die Lehrenden haben die Möglichkeit, die Lerner individuell zu beraten. Dies führt zu einem besseren Lern- und Arbeitsklima im Unterricht.

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Elena Chalenko
Petr Skobelev
(Woronesh, Russland)
(Samara, Russland)

"Artificial Life": Testergebnisse

Das Internet bietet heutzutage große Chancen für Fremdsprachenlernende auch außerhalb des Unterrichts. Eine der Möglichkeiten von Multimedia-Anwendungen ist der sprachliche Umgang mit deutschsprachigen virtuellen Personen (Robotern). Wir haben das Programm "Artificial Life" (http://www.artificial-life.com) testiert und folgende Ergebnisse bekommen. Grundprinzipien des genannten Programms sind unserer Meinung nach Assoziation und Wahrscheinlichkeit. Aus der vom Nutzer gestellten Frage wird ein Schlüsselwort ausgewählt, zu dem das Programm im voraus vorbereitete Antworten gibt. Schlüsselwörter sind meistens Substantive, selten Adverbien (z.B. gern). Das Programm erkennt Wortgrenzen, versteht aber weder die logische und syntaktische Gliederung des Beitrags noch die Interpunktion. Grammatische und orthographische Fehler werden nicht verbessert. Psychologisch gesehen weist das Programm zwei Besonderheiten auf. Zum einen gehören die Schlüsselwörter zu bestimmten vorgegebenen Themenkreisen der Tätigkeit und Interessen der Nutzer (Arbeit, Geld, Computer, Auto usw.). Zum anderen ist im Programm eine "Rückwirkung" vorgesehen, d.h. die Möglichkeit den Nutzer zu beeinflussen. Wörter, die reiche semantische Beziehungen haben, werden vom Roboter gleich ausgeschlossen (Freunde, Heirat usw.). Das Programm lenkt die Aufmerksamkeit des Nutzers auf die Themen, die bis ins Detail ausgearbeitet sind. Wenn der Roboter eine Frage nicht versteht, beginnt der Nutzer an seinen Sprachkenntnissen zu zweifeln und verliert das Interesse. Das Programm könnte vor allem von Jugendlichen benutzt werden. Obwohl das Programm "Artificial Life" im gewissen Maße positiv auf die Deutschlernenden wirkt (perfektes Deutsch des Roboters, landeskundliche Information, eine Möglichkeit, nett und gemütlich zu plaudern), hat es doch ziemlich begrenzte Möglichkeiten zur Förderung der Sprachkenntnisse. Der Nutzer bleibt in der virtuellen Kommunikation passiv, seine sprachlichen Interessen werden nicht beachtet, seine rezeptiven Kompetenzen werden nur schwach verbessert. Der Beitrag enthält Auszüge aus Testprotokollen.

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Johanna Chardaloupa, Panagiotis Gakis

(Patras, Griechenland)

Griechische Schulen im "eLearning" – Verfahren. Das Pilot-Projekt "Odysseas". Deutschunterricht per MMA.

Seit 1997 läuft das Programm "ODYSSEIA" in Griechenland. Die Träger des Programms sind das griechische Kultusministerium, das Pädagogische Institut und das CTI (Computer Technology Institut). Drei grosse Regionen/Präfekturen Griechenlands (Achaia, Thrace, Kykladen) wurden ausgewählt, um das Pilot-Projekt "Odysseas" in insgesamt 60 Schulen (erste Phase) durchzuführen. Im Schuljahr 1999 - 2000 hat meine Schule (Gymnasio Kastritsiou / Patras) am Pilot-Projekt "Odysseas" des Programms "ODYSSEIA" teilgenommen. Lehrer wurden ausgebildet, Textverarbeitungsprogramme, erlernt, E-Mail Programme und das Internet zu benutzen, und stimuliert die dafür bereit gestellte Computer-Labore für experimentelle Unterrichtsstunden zu verwenden. Im Beitrag werden das Pilot-Projekt „Odysseas" und daraus zwei experimentelle Unterrichtsversuche/ Szenarien vorgestellt und kommentiert. Der eine Unterrichtsversuch fand auf der Basis einer Multimedia-Anwendungen per CD-Rom statt, der andere per Internet. Dabei werden „micro worlds" (E-Slate) vorgestellt, die von Technikern und Lehrern, die im Rahmen dieses Projekts zusammengearbeitet haben, entwickelt wurden.

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Doris Fandler, Klaus Steinecke

(Magdeburg, Deutschland)

Theoretische Grundlagen der CD-ROM "Deutsch Autonom – für Studierende"

Die unter der Leitung des Sprachenzentrums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erarbeitete Lernsoftware wendet sich an Studierende mit sprachlichen Kenntnissen auf dem Niveau der Mittel- und Oberstufe. Mit dem Programm soll das autonome Lernen gefördert werden. Die Autoren gehen davon aus, dass die Deutschlerner nach Absolvierung einer Sprachprüfung ein Studium an einer deutschen Universität aufnehmen und daher Einblicke in landeskundliche Gegebenheiten und zu erwartende Kommunikationssituationen einer deutschen Universitätsstadt gewinnen müssen. Damit wird der Kommunikationsbereich Universität wesentlich ausgeweitet und erfasst auch das soziale, wirtschaftliche, technische, wissenschaftliche und politische Umfeld dieser Institution. Diese landeskundliche Thematik ist die Grundlage für die Auswahl und Strukturierung der Inhalte des Programms. Im Übungsteil werden Angebote zur Lexik und Grammatik auf der Satzebene gemacht. Im Mittelpunkt stehen jedoch Übungen auf der Textebene (Textsorten, Stilschichten, soziolinguistische Sachverhalte, wissenschaftssprachliche Strukturen usw.). Bild, Ton und Video sind nicht nur Zutaten, sondern haben fremdsprachendidaktische Funktionen. Mit dem Programm wird versucht, erste Antworten auf folgende Fragestellungen zu finden:

1. Wie kann interaktives Verhalten der Studierenden erreicht werden?

2. Wie müssen Texte und Übungen zur weiteren Initiierung sprachlichen Aktivitäten gestaltet sein?

3. Wie kann das soziale Lernen integriert werden?

4. Welche Lernstrategien müssen Bestandteil des Programms sein, und wie müssen sie expliziert werden?

5. Welche kommunikativen Kompetenzen sollen entwickelt werden?

6. Welche Funktionen haben die multimedialen Elemente Bild, Ton und Video?

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Mairi Ferguson, Janet von Randow

(Auckland, Neuseeland)

Computer im neuseeländischen Fremdsprachenunterricht

In unserem Beitrag wollen wir über Erfahrungen berichten, die mit MMA im Deutschunterricht unter den verschiedensten Bedingungen gemacht wurden – von der Schule, in der es nur einen Computer für den gesamten Fremdsprachenunterricht gibt, über Schulen, die ein bis zwei Geräte in einem Raum haben, bis zu Schulen, in denen alle Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Laptop zum Unterricht mitbringen. Desweiteren möchten wir uns mit den Möglichkeiten des Einsatzes von Internet und MM innerhalb und außerhalb des Unterrichts beschäftigen, mit den Schwierigkeiten und den Erfolgen, den Konsequenzen bezüglich traditioneller Sprachvermittlungsverfahren und den Auswirkungen auf die Informatikkenntnisse der Lehrenden und Lernenden. Als letztes wollen wir ein Modell zur Evaluierung von MM-Materialien vorstellen, eine Methode zur Beurteilung von Programmen, die dem Lehren und Lernen im Unterricht gerecht werden. Diese Untersuchungsmethode eignet sich vor allem für Klassenlehrer und –lehrerinnen, die mit einem Überangebot an Materialien konfrontiert sind, und die immer mehr unter Zeitdruck arbeiten. Mit einem Kriterienkatalog, Untersuchungsrastern und einer Datentabelle sollte es möglich sein, relativ schnell einen Überblick über das Programm zu bekommen, um die besten Materialien für den eigenen Unterricht auszuwählen.

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Juliana Fischbein, Marisa Tenze

(Buenos Airos, Argentinien)

Mit Filmen selbstlernen

Ziel dieses Beitrags ist die Präsentation einer neuen, zum Selbstlernen geeigneten Software. Es handelt sich dabei um eine CD-Rom, die den Lernern über eine multimediale Arbeitsweise den Zugang zu einem Film in all seinen Aspekten ermöglicht. Dies erfolgt anhand von Links, die je nach Bedürfnissen und Interessen zu zusätzlichen Informationen führen. Zum Film werden dem Lerner zur Förderung rezeptiver und produktiver Kompetenzen sowohl geschlossene als auch freiere Aufgaben präsentiert. Über die Vorführung von verschiedenen Lernwegen können die Kongressteilnehmer sich mit den Einsatzmöglichkeiten des Materials auseinandersetzen.

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Hans-R. Fluck
Anatoli S. Karpow
(Bochum, Deutschland)
(Ulan Ude, Russland)

 

Germnet - ein DaF-bezogenes Internetprojekt zwischen Bochum und Ulan Ude

"Aus- und Fortbildung burjatischer Deutschlehrer via Internet (GermNet)" ist ein Projekt, das von der Volkswagenstiftung Hannover gefördert wird.. Dieses Projekt ist am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum und dem Deutschlehrstuhl der Staatlichen Hochschule Burjatiens (GUS) in Ulan Ude angesiedelt und wurde im Frühjahr 1998 begonnen. Im Rahmen dieses Projekts sollen die Deutschstudierenden beider Länder einander näherkommen und die Distanz zwischen beiden Ländern und Kulturen mit Hilfe der Neuen Medien - zumindest - partiell überbrücken. Dabei sollen auf beiden Seiten neue medienbezogene textuelle und soziale Fähigkeiten entwickelt werden. Dazu zählen u. a. Selektionskompetenz im Informationsbereich, Produktionskompetenz bei Hypertexten, Sozialkompetenz bei gemeinsamer Textproduktion über die Distanz hinweg sowie Kompetenzerweiterungen in den Bereichen kooperatives Lernen und Lehren. Vorgestellt im Rahmen des Beitrags werden der bisherige Projektverlauf, die gewonnenen Erfahrungen und die erzielten Ergebnisse, zu denen auch die Entwicklung der DaF-bezogenen elektronischen Zeitschrift "Punkt.de" (http://punktde.ruhr-uni-bochum.de) gehört.

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Cornelia Gick

(Fribourg, Schweiz)

Zwischen lehrbuchbegleitendem Übungsprogramm und Training für das Zertifikat Deutsch: Kriterien für die Gestaltung von MMA am Beispiel der CD-ROM 3 zum Lehrwerk Moment mal!

Während zu Beginn der Grundstufe bei lehrbuchbegleitenden MMA vor allem das Trainieren, Vertiefen und Festigen des im Unterricht unmittelbar Gelernten im Vordergrund steht, verschiebt sich die Gewichtung gegen Ende der Grundstufe. Die Lernenden haben ein Sprachniveau erreicht, das ihnen ermöglicht, sprachlich zu handeln und möchten eventuell das Zertifikat Deutsch ablegen. Eine MMA sollte diesem Wunsch Rechnung tragen, indem sie die Aufgabenformate des Zertifikats übernimmt. So trainieren die Anwender nicht nur ihre sprachliche Kompetenz, sondern lernen nebenbei auch die Formate und Anforderungen des Zertifikats kennen und können effiziente Lösungsstrategien entwickeln.

Aber wie kann man mittels MMA z.B. konkret das Leseverstehen, den mündlichen oder den schriftlichen Ausdruck im Format des Zertifikats Deutsch didaktisch sinnvoll trainieren? Welchen Kriterien sollten die Aufgaben genügen? Wie können die Möglichkeiten von MMA sinnvoll und ergänzend zu herkömmlichen Trainingsmöglichkeiten genutzt werden? Ausgehend von drei grundlegenden Thesen sollen in diesem Beitrag ausgewählte Kriterien zur Gestaltung einer MMA vorgestellt und anhand von Beispielen zum Leseverstehen und mündlichen Ausdruck illustriert werden. Im Markt haben Interessierte die Möglichkeit, Aufgaben selber auszuprobieren. Die Beispiele sind der CD-ROM zum Grundstufenlehrwerk Moment mal! Band 3 entnommen. Die CD-ROM 3 knüpft im äusseren Erscheinungsbild an ihre beiden Vorgängerinnen an, nimmt Bewährtes wieder auf, unterscheidet sich jedoch darin, dass sie einerseits kapitelbezogen Übungen zu Wortschatz und Grammatik anbietet, andererseits dem Zertifikatstraining dient, denn alle Aufgaben zu den Fertigkeiten, sowie einige der Wortschatz- und Grammatikaufgaben entsprechen im Format dem Zertifikat Deutsch.Lernende können beim Einstieg in die CD-ROM wählen zwischen einem kapitelbezogenem und einem zertifikatsbezogenem Einstieg.

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Anne Green

(Pittsburgh, USA)

Das "Supersite" Projekt: Eine Webseite für DeutschlehrerInnen

Das Technologiekommittee des amerikanischen Deutschlehrerverbands (AATG) hat auf der AATG-Homepage (www.aatg.org) Lehrmaterialien für den DaF-Unterricht zusammengestellt. Es wurden für den Deutschunterricht geeignete Internetseiten und -ressourcen mit Übungen, Aktivitäten und Lernszenarien identifiziert, evaluiert und nach Kategorien geordnet. Die „Supersite" Datenbank versteht sich als ein Serviceangebot für Deutschlehrer, die sich im Web durch das Überangebot an qualitativ sehr unterschiedlichen Materialien verlieren, und möchte ihnen helfen, schnell das zu finden, was sie für ihren Unterricht suchen. Diese Datenbank wird durch weitere Beiträge von AATG-Mitgliedern laufend ergänzt und aktualisiert. Die „Supersite" wird im Kurzvortrag und im Markt vorgestellt, wobei im Vortrag die Entwicklung der Site und der Evaluationskriterien im Mittelpunkt stehen sollen ebenso wie Ideen, wie die vorgestellten Materialien in den Unterricht integriert werden können.

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Susanne Hecht

(Genova, Italien)

"Was ist los in Hauptstrasse 117?"- ein neuer Deutschkurs im Internet

In Zusammenarbeit mit der Università di Genova, Sezione Germanistica und Centro Linguistico Multimediale, und der DeMontfort-University Leicester, Department of Visual and Performing Arts, habe ich im Rahmen eines Sokrates-Projektes in den letzten zwei Jahren einen multimedialen Deutschkurs entwickelt, der als Video-Kurs (Eitorf, gata-Verlag) vorliegt und demnächst als Internet-Kurs angeboten wird. Der Kurs liefert schon jetzt in der Entwicklungs- und Erprobungsphase die Basis für unsere Germanistikstudenten in Genua und wird permanent ausgebaut. Das Filmmaterial des Internet-Kurses wurde auf der Grundlage langjähriger empirischer Untersuchungen mit über 1000 Testpersonen (von 1990 bis 1995) konzipiert. Aus dem Forschungsprojekt entstand meine "Theorie des Sprachlehrfilms", publiziert 1999 im gata-Verlag unter dem Titel "Hauptstrasse 117". Analyse, Entwicklung und Einsatz unterrichtsbegleitenden Videomaterials im Fremdsprachenunterricht für erwachsene Anfänger." Mein Beitrag befasst sich sowohl mit der theoretischen Reflexion und empirischen Untersuchung multimedialer Unterrichtsmittel als auch mit der Entwicklung von MM-Materialien sowie mit Erfahrungen im institutionellen Einsatz (Universität/Schule - curriculare Strukturveränderungen).

Die akademischen Partner im Internet-Kurs-Projekt:

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Linda Hess-Liechti

(Armidale, Australien)

Wie war das? - Ach, so war das! Interaktive, multimediale Sprachübungen auf CD-ROM

„Wie war das?" und „Ach, so war das!" sind interaktive, multimediale Programme auf CD-ROM, die im Deutschen Seminar der University of New England in Armidale/Australien mit Beiträgen der Universität und der australischen Regierung entwickelt wurden. Die Programme wenden sich an Englischsprechende DaF-StudentInnen. „Wie war das?" kommt vor allem im zweiten und dritten Semester zur Anwendung, während „Ach, so war das!" vom vierten bis sechsten Semester eingesetzt wird. Für die Mehrheit der australischen StudentInnen ist es fast unmöglich, authentisches Deutsch in kulturell unterschiedlichen Alltagssituationen zu erleben. Die interaktiven Programme führen sie von der kontrollierten und didaktisch geprägten Sprache der Textbücher und ihren Audio- und Videomaterialien hin zur gesprochenen Sprache. Sie eröffnen den StudentInnen die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse vom rein normativen Sprachgebrauch zu lösen und ihr Sprachvermögen auf diese Art weiterzuentwickeln. Für die interaktiven Übungen wurden größtenteils Filmclips aus den Fernsehserien „Unser Lehrer Dr. Specht" und „Forsthaus Falkenau" verwendet. Mit verschiedenen interaktiven Übungen können die Lernenden Hörverständnis, Grammatik, Stilistik und allgemeines Sprachverständnis üben, ihr Sprachwissen testen und gegebenenfalls Erklärungen aufrufen. Mit den Dialogen aus „Forsthaus Falkenau" haben die StudentInnen außerdem die Möglichkeit, ihr Hörverstehen anhand einer leicht dialektgefärbten Aussprache zu prüfen und zu verbessern. Weitere Clips wurden vor Ort aufgenommen und von Mitarbeitern mit Muttersprache Deutsch gesprochen. Der pädagogisch-didaktische Aufbau der Programme erfolgte auf Grund langjähriger Erfahrungen im DaF-Unterricht im englischen Sprachgebiet und ist nicht auf ein spezifisches theoretisches Modell festgelegt.

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Orsolya Hoffmann, Ida Dringó-Horváth

(Székesfehévár, Ungarn)

Wie oft und wozu verwenden ungarische Deutschlehrer den Computer in ihrem Unterricht?

Im ersten Teil des Beitrags wird über die Ergebnisse einer Erhebung berichtet, die unter Deutschlehrern in ungarischen Mittelschulen durchgeführt wurde. Das Ziel dieser Arbeit war es, ein vollständiges Bild sowohl über die technische Ausrüstung als auch über die im Deutschunterricht verwendeten Programme und Internetdienstleistungen zu bekommen. Anhand der Ergebnisse konnten die Autorinnen Mängel bezüglich der benutzten technischen Mittel und ihrer Verwendung feststellen. Die meisten Lehrer nutzen nur einen Bruchteil der von den Kommunikations- und Informationstechnologien gebotenen Möglichkeiten und diese überwiegend zur Vorbereitung ihrer Stunden. Auf Grundlage der Studie wurde ein Projekt für einen computergestützten Sprachkurs entwickelt und durchgeführt, der zum Teil durch die Vorschriften des ungarischen Sprachprüfungssystem und eines Lehrbuchs (Stufen 2) vorbestimmt war. Dabei wurden möglichst viele Möglichkeiten des Computereinsatzes ausprobiert, wobei der Schwerpunkt bei der Computerverwendung im Unterricht lag. Das Grundmaterial wurde u.a. mit durch Autorenwerkzeuge erstellten Übungen, Lernsoftware und durch Verwendung von Dienstleistungen des Internets ergänzt. Am Anfang des Projekts wurden die Teilnehmer nach ihren bisherigen Lernerfahrungen und ihren Erwartungen gefragt. Am Ende wurden Rückmeldungen von den Kursteilnehmern erbeten. Die Erfahrungen aus diesem Projekt sowie ausgewählte empirische Daten sollen im zweiten Teil des Beitrags vorgestellt werden.

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Margret Liebezeit

(London, England)

Ein Lerntagebuch: Landeskunde/Literatur und Sprache – online

Dem Negativ-Trend modernen Lebens - gesteigertes Lebenstempo, Leistungsdruck und existenzielle Unsicherheit von Menschen alias Lernenden - ist die Positiv-Strategie entgegenzusetzen, die Ökonomie der Zeit für den Fremdspracherwerb zu verstehen bzw. zu nutzen. Ein Lerntagebuch für Fortgeschrittene (Mittelstufe/Oberstufe) - den Ablauf eines Jahres in Sprachübungen zu fassen - aktiviert die Energie, Deutsch täglich zu gebrauchen, Wiederholung/Festigung rational zu verteilen und dadurch den Prozesscharakter des Lernens zu verdeutlichen. Interesse und damit Konzentration können sich nur dort entfalten, wo Lernende emotional positiv involviert sind. Thematische Felder, auf Wochentage verteilt, dem objektiv-realen Ablauf des Jahres/der Jahre folgend, erschließen sich über vielfache Textsorten elektronischer und gedruckter Basis. Ein Medienwechsel lässt bekannte Inhalte wieder fremd erscheinen und wirkt dem Dauerstress abgegriffener Themen entgegen. Die Verwertung der vielseitigen und aktuellen Datenbank des deutschsprachigen „World Wide Web" für den Fremdsprachenalltag befähigt den Lernenden, Wissenswertes und Vergnügen eines enorm breiten Spektrums menschlicher Existenz zu absolvieren. Dem Bedürfnis nach Kommunikation wird Fremdsprachenunterricht heute, in dieser für den Einzelnen unüberschaubaren Informationsflut, durch eine konzentrierte Auswahl von wirkungsvollen Themen untergeordneten Texten mit Übungscharakter gerecht. Der unaufhaltsame Fortgang eines Jahres unterstützt die Ausbildung eines hohen Automatisierungsgrades, indem 1-4 interaktive Übungen zum Leseverständnis, zur Lexik oder zum Sprachsystem pro Tag angeboten werden. Das zunehmende Zusammenspiel von Klick und Link unterbricht die lineare Anordnung des Lernprozesses und fördert die Flexibilität geistig-sprachlicher Operationen. Interne und externe Verweise stimulieren die laufende Montage der realen und virtuellen Welt.

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Ralf-Peter Lösche

(Leipzig, Deutschland)

Multimediale Lernmaterialien im Schulunterricht - Chancen und Grenzen am Beispiel der CD-ROM zum Lehrwerk für Jugendliche 'sowieso' 1

Jugendliche sind zunehmend mit mm (=multimedialen)-Lernmitteln vertraut; in der Regel ist das Software, die für die individuelle, selbstlernende Anwendung konzipiert ist. Viele Lehrbuchverlage entwickeln aber auch kursbegleitende Software, die den Unterricht ergänzen und bereichern soll. In diesem Beitrag soll ein solches Lernprogramm präsentiert und diskutiert werden mit dem Ziel, LehrerInnen Mut zu machen, mm-Lernmittel für den Unterricht zu nutzen. Bevor LehrerInnen in ihrem Unterricht mm-Materialien einsetzen wollen, müssen sie sich zunächst einige prinzipielle Fragen stellen:

  1. Wie ist die technische Ausstattung an der Schule und wie kann ich mit dieser Technik umgehen?
  2. Welche mm-Lernmittel sind für meinen Unterricht geeignet, um einen möglichst großen Gewinn für die Sprachaneignung zu erzielen?
  3. Welche Lernsituation entsteht durch die Spezifik des Mediums und wie muss ich den Unterricht dementsprechend planen?

Der letztgenannte Punkt bestimmt wesentlich die Einstellung der LehrerInnen zu dem neuen Medium. Folgende Fragen können eine Orientierung für die Vorbereitung des Unterrichts geben:

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Agnieszka Mac

(Zarzecze, Polen)

Internet im Fremdsprachenunterricht

Ausgehend von der herkömmlichen Unterrichtssituation in der Schule wird versucht, dem traditionellen Unterrichtsgeschehen, in dem die Sprache immer noch als Unterrichtsgegenstand fungiert, die Situation gegenüberzustellen, in der der Fremdsprachenunterricht kommunikativ, handlungsorientiert und möglichst projektbezogen verläuft. Kommunikationsfähigkeit zu vermitteln, muss das Hauptanliegen des heutigen Sprachunterrichts sein und kommunikative Kompetenz sein wichtigstes didaktisches Prinzip. Neue Wege für das Fremdsprachenlernen eröffnet das derzeitige Angebot der Neuen Technologien. Es wird skizziert, welche Konsequenzen das Internet für Schule, Unterricht, Lehrer und Schüler hat und es wird darauf hingewiesen, dass sich durch seinen Einsatz mit relativ geringem Aufwand Authentizität in den oft durch künstliche Situationen geprägten Fremdsprachenunterricht einbringen lässt. Durch Einbezug von WWW-Seiten und E-Mail-Projekten erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einer authentischen Lernumgebung selbständig auf Entdeckungsreise zu gehen, Informationen zusammenzustellen, und Ergebnisse und Lernstrategien zu reflektieren. Sie werden zu aktiv Handelnden und erleben Sprache nicht länger als Unterrichtsgegenstand, sondern in ihrer eigentlichen Funktion als Mittel der Verständigung. Die zwei erwähnten Internetdienste (WWW, E-Mail-Projekte) werden in diesem Beitrag genauer dargelegt.

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Irina Makarewitsch

(Moskau, Russland)

Internet-Materialien als eine praktische Ergänzung zum DaF-Unterricht

Das Thema der Sektion 28 ist ein Anlass für mich, solche internetbasierten Lernprogramme wie "jetzt online", "Kaleidoskop", "Lernnetz", "Dubliner Arbeitsblätter" in den praktischen Unterricht einzubauen. Deswegen bin ich an der Entwicklung eines Kriterienkatalogs zum "Mehrwert" von Internet-Lernprogrammen interessiert und kann meine Vorschläge einreichen. Außerdem versuche ich die von mir verfassten DaF-Lehrmaterialien (Themenhefte für die Mittel- und Oberstufe) themengebunden mit internetgestützten Lernprogrammen zu verbinden. So kann eine Art Internet-Begleitung zu den Lehrwerken erstellt werden. Deutsch spielt im Fremdsprachenunterricht an unserer Schule eine dominierende Rolle, Englisch drängt als zweite Fremdsprache unaufhaltsam vor. An praktischen Beispielen wird präsentiert, wie zwei Fremdsprachen, Deutsch und Englisch sinnvoll im Unterricht verknüpft werden können. So wird die Idee der Mehrsprachigkeit angesprochen.

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Rita Maria Niemann

(Singapore, Singapore)

Sind Schere und Klebstoff out? Überlegungen zur Entwicklung von interaktiven netzwerkgestützten Übungen

Zusätzlich zum Textbuch setzen Lehrer im Fremdsprachenunterricht oft selbst erstellte Übungen ein. Vor dreißig Jahren roch es dann im Klassenraum noch berauschend nach Matrize, und Schere und Klebstoff waren unersetzbare Werkzeuge bei der Erstellung eigenen Materials. Heute arbeiten immer mehr Kollegen mit HTML und Java Script oder Programmen wie Flash und Director, um interaktive netzwerkgestützte Aufgaben zu erstellen, die der online-Lerner bequem zu Hause am Rechner bearbeiten kann. In dreißig Jahren hat sich viel geändert, aber technischer Fortschritt allein verbessert das Lernen nicht automatisch. Eine optimale Nutzung neuer Medien im modernen lernerzentrierten und prozessorientierten kommunikativen DaF-Unterricht erfordert neben der ‘traditionellen‘ eine Typologie interaktiver Übungen. Interaktive Übungen unterscheiden sich von den herkömmlichen gedruckten Materialien durch ihre Mehrdimensionalität. Die technischen Möglichkeiten sind zwar immer noch begrenzt, wachsen aber beständig weiter an. Um sie optimal nutzen zu können, müssen m.E. die bekannten Übungstypologien um Lernerautonomie fördernde, mediendidaktische Aspekte erweitert werden. Fünf Bereiche, nämlich die Interaktivität, die Integration verschiedener Medien, die Selbstevaluation durch die Lerner, optionale Hilfestellungen und das direkte Feedback sollten dabei besonders berücksichtigt werden. Lehrer dürfen sich nicht von den technischen Aspekten beeindrucken lassen, sondern müssen sich vielmehr anstrengen, die neuen Möglichkeiten auszuschöpfen und sinnvoll in den Lernprozess zu integrieren. Und die Funktionen Schneiden und Kleben sind übrigens in fast jeder Software zu finden.

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Alicia Padrós

(Stuttgart, Deutschland)

Online-Lernen und Erwerb von Medienkompetenz bei Grundstufenlernern am Beispiel des Lehrwerks "Passwort Deutsch"

Der Schwerpunkt bei den didaktischen Angeboten zum Online-Lernen oder zum internetgestützten Lernen liegt nach wie vor auf Materialien für eher fortgeschrittene Lernende. Wie müssen Materialien aussehen, damit sie für sprachliche Anfänger geeignet sind? Wie lassen sich Internet-Ressourcen so aufbereiten, dass sie auch von Anfängern genutzt werden können? Und schließlich: Wie vermittelt man auch medial unerfahrenen Lernern die Kompetenz für den sinnvollen Umgang mit dem Internet? Der Beitrag stellt ein Spektrum von Möglichkeiten für das Online-Lernen mit Anfängern von der ersten Kursstunde an vor. Die zur Diskussion gestellten Internet-Materialien sind innerhalb eines integrierten Gesamtkonzepts für das neue Lehrwerk "Passwort Deutsch" entstanden, in dessen Medienverbund jeweils spezifische Aufgaben für die Print- und Internet-Komponenten entwickelt wurden. Die Internet-Komponente ist damit ein wertvolles Instrument für den modernen Fremdsprachenunterricht, der Medienkompetenz und andere Schlüsselqualifikationen vermitteln soll.

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Johann Pfeiffer, Brigitta Joebstl-Berger

(Milano, Italien)

EDO – EuroDeutsch Online

Das Projekt EDO (EuroDeutsch Online) wurde mit dem Ziel konzipiert, den Erwerb von Fremdsprachen - im konkreten Fall von Deutsch - auf reiner Internetbasis zu ermöglichen. Das Projekt läuft derzeit im Probebetrieb am Österreich Institut Mailand. Es stellt ein Angebot an erwachsene, aber auch an jugendliche Lerner im gesamten WWW-Bereich dar, ihre Fremdsprachenkompetenz weitgehend ohne räumliche und zeitliche Bindungen zu entwickeln. Das Lernmodell basiert auf einzelnen "tasks", die als vorgegebene Lernangebote zu verstehen sind, und ist konstruktivistisch. Aus der Fülle der authentischen Netzdokumente erwerben die Lerner bei der Erfüllung der spezifischen "tasks" selbständig jene Elemente der Sprache, die sie für den Aufbau ihrer Mehrsprachigkeit für wichtig und zielführend halten. Dabei stehen ihnen ein persönlich betreuender "Lerncoach", eine jederzeit einfach zu kontaktierende Lernergruppe (max. 20 Personen), interaktive Lernsoftware, ein transparentes Portfolio sowie Testprogramme zur Verfügung, die über Fortschritte im Lernprozess regelmäßig Auskunft geben. Die vorgesehenen "tasks" werden in der Regel als Gruppenaufgaben definiert. Die Kooperation zwischen den Gruppenmitgliedern erfolgt sowohl synchron im Chat als auch asynchron über das "Schwarze Brett".

Das Netz fungiert nicht nur als Kommunikationsmedium zwischen Lerner und Lerncoach, zwischen Lerner und Lerner, zwischen Lerner und "Außenwelt", sondern vor allem als soziokultureller Hintergrund. Die Lerner tauchen in eine authentisch deutschsprachige Welt ein. Die Lernumgebung ist bewusst einfach gehalten: plattformunabhängige HTML-Dokumente unter Verwendung von JavaScript. Die Daten und Texte der Kursteilnehmer werden mit Hilfe von ColdFusion auf dem Server verwaltet. Auch bei Hördokumenten kommen Standardtechnologien wie RealAudio zum Einsatz. Damit soll ein möglichst breiter Benutzerzugang sichergestellt werden.

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Regina Richter

(Eichstätt, Deutschland)

Konstruktivistische Lern- und Mediendesign-Theorie und ihre Umsetzung in multimedialen Sprachlernprogrammen

Verfolgt man die Entwicklungsgeschichte computergestützten Lernens – von Skinners ‚Lehrmaschinen’ bis hin zur aktuellen Entwicklung ‚komplexer Lernumgebungen’ – zeigt sich, dass die technischen Leistungsmöglichkeiten des Mediums, die lerntheoretischen Konzeptionen computergestützten Lernens und die aus ihnen abgeleiteten Mediendesign-Empfehlungen miteinander stets in enger Wechselbeziehung gestanden haben. Während behavioristische Lerntheorien die ersten, technisch noch stark beschränkten Umsetzungsversuche computergestützten Lernens abdeckten und zugleich theoretisch legitimierten, so sind es gegenwärtig vor allem konstruktivistische Theorieansätze, die den deutlich erweiterten Leistungs- und Einsatzmöglichkeiten des Mediums Computer Rechnung tragen und computergestütztem Lernen – bei Berücksichtigung konstruktivistischer Design-Vorgaben – gegenüber herkömmlichen Vermittlungstechniken einen ‚Mehrwert’ zuschreiben. Ziel des Beitrags ist es, die konstruktivistischen Anforderungen an das Lernen mit den Neuen Medien zunächst knapp zu skizzieren um anschließend der Frage nachzugehen, inwieweit diese Anforderungskriterien in marktgängigen Sprachlernprogrammen praktisch bereits umgesetzt worden sind. Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten konstruktivistischer Leitprinzipien wie "situiertes" und "exploratives Lernen" werden hierbei schwerpunktmäßig am Beispiel von "Einblicke" – einem im Auftrag des Goethe-Instituts erstellten Multimedia-Programm – und den Selbstlernprogrammen der "Tell me more"-Reihe illustriert. Abschließend wird die Frage diskutiert, zur Schulung welcher sprachlicher Teilfertigkeiten sich Multimedia-Programme beim aktuellen technischen Entwicklungsstand besonders gut eignen.

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James P. Pusack

(Iowa City, USA)

Fernsehserien: Interaktivität bzw. Authentizität

Die Lernprozesse, die sich durch das interaktive Arbeiten mit Fernsehsendungen ergeben können, werden von Lehrern und Lehrwerkgestaltern immer noch kaum verstanden. Es gibt zwar Ansätze zu einer Theorie der rezeptiven Fertigkeiten, wie auch konkrete und interessante Beispiele interaktiver Übungsformen im Zusammenhang mit Videomaterialien, hauptsächtlich aus der Zeit der (jetzt überholten) Bildplattengeräte. Im WWW-Zeitalter scheinen jedoch viele pädagogisch vielversprechende Ansätze der CD-ROM oder Bildplattenzeit von den Fluten der Webseiten überwältigt worden zu sein. Das gilt sowohl für das interaktive Lesen wie auch für interaktives Video. Es scheint manchmal, als ob nicht viel mehr gewonnen wurde als ein Zugang zu authentischen Materialien sowie ein oft diffuses Gefühl beim Lerner, dass er oder sie in direkten Kontakt zur Zielkultur treten kann. In dieser Übergangsphase besteht die Gefahr, sich an die Authentizität zu klammern und die hohen Ansprüche der Interaktivität aufzugeben. Dieser Standpunkt würde einen fundamentalen Widerspruch zwischen Interaktivität and Authentizität ergeben. Bei der Arbeit mit "gedruckten" Webtexten gibt es schon Lösungen, diesen scheinbaren Widerspruch aufzuheben, während sie bei webbasierten Videointeraktionen gerade erst auf die Bühne treten. In diesem Beitrag sollen die Schwierigkeiten der Arbeit mit authentischen Videomaterialien (hauptsächlich längeren Videoprogrammen und -serien) kurz dargestellt werden. Die Möglichkeiten, diese Schwierigkeiten durch multimediale Interaktivität (gezielte Steuerung, gelenktes Zuhören, usw.) aufzuheben, werden skizziert und der scheinbare Gegensatz zwischen Interaktivität und Authentizität wird zurückgewiesen. Der gegenwärtige Stand der Technologie wird dann ausführlicher beschrieben. Als Beispiel wird das Java-Autorensystem PageBinder (Universität Iowa, USA) näher unter die Lupe genommen, um die Stärken und Schwächen webbasierter Videoarbeit herauszukristallisieren. Dieses Autorensystem beruht auf einer der interessanteren technischen Entwicklungen in diesem Zusammenhang, dem RTSP (Real Time Streaming Protocol), das eine bildplattenähnliche Wiedergabe von digitalen Videosegmenten ermöglicht.

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Christiane Rabbe

(Köln, Deutschland)

Die Deutsche Welle und ihre multimedialen Angebote für Deutschlehrer und – lerner

Die Deutsche Welle bietet mit dem Deutschen Programm und ihren 29 Fremdsprachenprogrammen eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Deutschlernen. Vorgestellt werden Deutsch-Sprachkurse und aktuelle Sendungen, die über Internet, Radio und Fernsehen zu empfangen sind. Wie kann ich diese Angebote im Deutschunterricht nutzen? Anhand von Beispielen werden Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt und praktisch umgesetzt. Im Vordergrund steht dabei das Medium Internet mit einer Einführung in das neu gestaltete DW Online. Exemplarisch wird am Wirtschaftssprachkurs "Marktplatz – Deutsche Sprache in der Wirtschaft" gearbeitet.

 

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Vesna Šimunić

Fremdsprachenlernen mit Neuen Technologien

Im Beitrag wird über den Einsatz der Telekommunikation im Fremdsprachenunterricht an den Hochschulen berichtet. Die Telekommunikation stellt ein dynamisches Medium dar, das Möglichkeiten zur Interaktion mit anderen Benutzern bereitstellt und das gleichzeitig Informationen zu allen Bereichen der Wissensgesellschaft anbietet. Es werden zwei Bereiche der Telekommunikationssysteme dargestellt, E-mail und Internet - und wie sie ohne größere Schwierigkeiten in den herkömmlichen Unterricht integriert werden können. Es wird gezeigt, wie neue inhaltliche Zugänge zum Thema des Lehrwerktextes gewonnen werden kann und wie sich neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln lassen. Die Lernenden entwickeln Strategien zur Wissensfindung, zur Wissensaufbereitung und zur Wissensverarbeitung. Durch den Einsatz der Telekommunikationsmedien entwickeln sie eine Netz- und Medienkompetenz, die nicht nur im Fremdsprachenunterricht, sondern in allen anderen Fächern und später auch im Alltagsleben von zentraler Bedeutung ist. Im praktischen Teil des Beitrags wird gezeigt, wie die Studenten der Fakultät für Organisation und Informatik in Varaždin das Internet für die Erstellung einer Präsentation im Fachbereich „Expertensysteme“ benutzen. Bei der Erstellung der Präsentation haben die Studenten das Internet als Kommunikations- und Informationsmittel benutzt, weil sie keine aktuelle Fachliteratur in deutscher Sprache zur Verfügung hatten. Die Präsentation „Künstliche Intelligenz und Expertensysteme" wurde an die E-mail-Adresse aller beteiligten Studenten weitergeleitet. Das Ziel der Präsentation war, den Studenten die Fachterminologie und die Grundbegriffe in diesem Fachbereich beizubringen.

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Outi Steuer, Rigmor minne

(Helsinki, Finnland)

Das multimediale Lernprogramm "Deutsch im Handel"

Die schnelle Entwicklung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnet dem Fernlernen neue Dimensionen und Möglichkeiten. Vom Einsatz der neuen Medien profitieren insbesondere Selbstlerner in Sprachkursen, die auf Prinzipien des Fernlernens basieren. Um den Bedürfnissen und Erwartungen der modernen Fachsprachenlerner gerecht zu werden, wurde im Marketing-Institut ein Multimediaprogramm auf CD-ROM entwickelt und in das Fernunterrichtsangebot eingegliedert. In diesem Programm werden alle sprachlichen Fertigkeiten – Sprechen, Schreiben, Hörverstehen und Leseverstehen – berücksichtigt und geübt; mit einbezogen ist auch die Grammatik verbunden mit Grammatikübungen sowie ein Wörterverzeichnis. Das multimediale Lernprogramm enthält visuelle Lernhilfen: Texte, Video-Abschnitte, Bild und Ton. Ferner besteht für die Lerner die Möglichkeit, die eigenen Sprechleistungen aufzunehmen und abzuhören. Das Programm ermöglicht weitgehend selbstgesteuertes Lernen durch automatische Kommentierung von Lernerfolgen und Fehlern. Betreuung, Kommentare und Korrekturen durch den Lehrer erfolgen über E-Mail. Interessant und neu an dem Programm ist "die Integration" des Lehrers in das Programm selbst: Der Lerner kann nach eigener Wahl die Erklärungen der grammatischen Strukturen oder der sprachlichen Einzelheiten des Fachwortschatzes durch den Lehrer am Bildschirm lesen oder sich diese anhören (oder beides). Eine zweite Besonderheit des Programms ist der "Gerwol Language Analyser", der in Finnland entwickelt wurde. Er erkennt ein Wort in jeder beliebigen Form im Text, gibt Grundform, Flexion, Konjugation sowie die Übersetzung ins Finnische bzw. ins Deutsche im jeweiligen betreffenden Kontext wieder. Der "Gerwol Language Analyser" kann auch benutzt werden, um Lernfehler zu entdecken und um die korrekten Formen zu zeigen.

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Erwin Tschirner

(Leipzig, Deutschland)

Sektionskonzept

Welche Chancen bieten Multimedia-Anwendungen (MMA) per CD-ROM/DVD oder per Internet dem Fremdsprachenlernen innerhalb und ausserhalb des Unterrichts? Wie lernt man Fremdsprachen durch MMAs? Welche Arten von Lernen werden durch MMAs besonders gefördert? Wie können Mehrsprachigkeitskonzepte, wie z.B. die Förderung rezeptiver Kompetenzen durch MMAs konkretisiert und effektiviert werden? Wie müssen MMAs beschaffen sein, um fremdsprachliches Lernen effektiver und effizienter zu machen? Wie wird sich Unterricht und Lernen ändern, wenn Lernen verstärkt mit und über MMAs stattfindet? Diesen und ähnlichen Fragen möchte die Arbeit in dieser Sektion nachgehen.

1. Block: Montag und Dienstag

Theoretische Modelle und empirische Forschung Die Sitzungen und der Markt dieses Blocks wollen sich vor allem mit theoretischen und empirischen Fragen auseinander setzen, die den Zusammenhang zwischen Multimedia und Fremdsprachenlernen erhellen können. Vor allem in den ersten zwei Sitzungen sollen dabei unterschiedliche theoretische Modelle und empirische Forschungsarbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Im Markt werden weitere Modelle und Forschungsarbeiten als Poster vorgestellt. Ausserdem sollen CD-ROM und internetbasierte MM-Lehrwerke und -Materialien präsentiert werden bzw. Erfahrungen, die damit gemacht wurden. Die Verfasser bzw. Schaubieter der Poster und Materialien stehen zur Erklärung und Diskussion zur Verfügung. Die dritte Sitzung besteht aus einer Forumsdiskussion, in der MM-Entwickler, die auf dem Markt Programme vorgestellt haben, sich den Fragen des Plenums im Hinblick auf die theoretische Basis ihrer Programme stellen, und in der Vorschläge zur Verbesserung dieser Programme erarbeitet werden sollen.

2. Block: Donnerstag und Freitag

Bewertung von MM-Materialien, Erfahrungsberichte und Perspektiven Die drei Sitzungen und die Marktveranstaltung dieses Blocks sollen sich mit in erster Linie praktischen Fragen auseinander setzen. Hier kommen Teilnehmer zu Wort, die MM-Lehrwerke erfolgreich in Curriculum und Unterricht eingebaut haben. Die im ersten Block theoretisch gestellten Fragen sollen hier praktisch beantwortet werden. Erfahrungsberichte sind willkommen. Berichte, die über sich hinaus deuten und Modellcharakter haben, sollen in den ersten zwei Sitzungen vorgestellt und diskutiert werden, andere im Markt als Poster vorgestellt und in der 3. Sitzung im Rahmen einer Plenardiskussion evaluiert und auf ihre Perspektiven hin diskutiert werden. Auch in der 2. Marktveranstaltung werden MM-Lehrwerke und -Materialien vorgestellt, die in der 3. Sitzung des Blocks unter anwendungsorientierten Fragestellungen kritisch bewertet werden. Dazu wird die Diskussion des 1. Blocks zu Bewertungskriterien für MM-Programmen wieder aufgegriffen.

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