Teil 3
Und wer genau ist Daniel Mandelkern?
Mein Flug geht erst in zwei Stunden. In dieser Wartehalle an Gate null acht bin ich allein (Zeitschriften, Postkarten, Kaffee und Mineralwasser, etwas weiter den Gang hinunter Zigaretten). Bei Gate null sieben scherzen zwei italienische Geschäftsfrauen (Pepsi light). Ich notiere meine Langeweile und meine Kopfschmerzen (Langeweile, Kopfschmerzen), ich gehe hin und her. Ich kaufe eine Postkarte (Volksparkstadion). Ich kaufe Zigaretten. Ich fange jetzt wieder an zu rauchen, denn Raucher sind deutlich weniger viril, ihre Spermien halten nicht so lange durch (Raucherspermien geben irgendwann auf). Die Zigaretten sind teurer geworden seit meinem letzten Paket. Im Zeitschriftenverschlag sehe ich ein Notizbuch Marke Semikolon, die gibt es sonst nur in einem Papierwarenladen neben der Hochschule für bildende Künste, was jedes Mal ein Tagesausflug ist, also kaufe ich drei Semikolons (Do you speak English? frage ich die Verkäuferin unnötigerweise; jenseits des Rollfelds die Kiefern am Rand von Niendorf). Die Süddeutsche Zeitung, die Wochenendausgabe von gestern (6./7. August 2005). Ich trinke Kaffee, ich notiere, ich könnte rauchen („Luft im gesunkenen Mini-U-Boot wird knapp“). Ich könnte das Notizbuch aber auch in den Eimer neben mir werfen (farbig gekennzeichnete Mülltrennung), ich könnte aufstehen und gehen.
Und wer genau ist Dirk Svensson?
fragte ich am Samstag in die eigens einberufene Redaktionskonferenz um Elisabeth, denn als „Dirk Svensson“ war die Auftragsreise hinter ihr auf dem Brett angeschlagen und meinem Namen zugeteilt. Eine Sekunde der Gedanke, sofort aufzustehen und zu gehen, den Auftrag rundheraus abzulehnen. Ich weiß zu wenig von Svensson und will eigentlich keine Geschichte über ihn schreiben, hätte ich sagen können, ich möchte bei dir bleiben. Aber ich blieb sitzen und sah erst Elisabeth an (rote Haare aus dem Nacken gebunden) und dann auf meine Füße (grüne Flip-Flops). „Dirk Svensson“ bedeutet zwei Tage weniger Zeit für das, was ich Elisabeth privat sagen will, und auch beruflich begegnet sie mir seit Tagen mit einer bockigen Entschiedenheit. Genau das sollst du ja herausfinden, Mandelkern! Elisabeth ging ganz professionell auf meine Frage ein, der Termin stehe jetzt endlich, sagte sie, alles sei vorbereitet und ausgerechnet jetzt falle Harnisch aus, morgen (Sonntag) flöge ich also nach Mailand und am Dienstag zurück. Mandelkern ist der nächste in der Erbfolge, erklärte Elisabeth der Redaktionskonferenz (Stellvertretung), du erbst diese Geschichte, sagte sie. Gehört hatte ich von Svensson, das musste ich einräumen, gerade entkam man seinem Namen nicht, dieses Mysterium hat ein einziges Kinderbuch geschrieben und sich damit eine goldene Nase verdient. Aber der Mensch Svensson, erläuterte Elisabeth, der Mensch bleibe hinter diesem einen Kinderbuch und seinen Verkaufszahlen verborgen. Dirk Svensson, betonte Elisabeth in der Redaktionskonferenz, ist ein seltsamer Mann. Seit Wochen wird in der Redaktion von Svensson gesprochen, und seit Wochen wird diese Geschichte verschoben, weil Svensson nicht reisen will, weil er alle Termine platzen lässt, weil uns sein genauer Aufenthaltsort (am Lago di Lugano, auch Lago Ceresio, See im Süden des Kantons Tessin, halb in der Schweiz und in Italien, benannt nach der Stadt Lugano, tiefste Stelle 271m) nicht bekannt ist, weil er nicht reisen kann, weil er allein mit seinem Hund lebt, weil sein Hund sein ein und alles sein soll (eine schwarze Bulldogge mit drei Beinen). Harnisch fällt aus und Portraits und Seltsamkeit, sagte Elisabeth und lachte, sind deine Spezialgebiete, Mandelkern.
Talleggio & Quartirolo
Es ist Elisabeths Diplomatie vor den Kollegen, die ich nicht ertrage, ihre trotzige Diplomatie, die um gerecht zu scheinen ungerecht sein muss (gleichmäßig verteiltes Grün ihrer Augen). Deshalb sitze ich jetzt hier um halb sieben am Hamburger Flughafen in der fast leeren Flughafenwartehalle am Gate null acht, viel zu früh, weil Elisabeths Wecker mich geweckt hat (die letzte und halbleere Flasche Wein neben den roten Ziffern im ersten Tageslicht). Elisabeth drehte sich auf die Seite und sagte, sie schlafe noch weiter, und: vielleicht findest du dort unten Talleggio und Quartirolo, das wäre schön, die kommen von da. Als würde ich nur kurz zum Feinkost-Schweizer in der Grindelallee gehen (Christls Comestibles).
Warum notieren, statt zu gehen?
Erst wenn ich aufschreibe, was geschieht, was ich sehe und höre und was gesagt wird, bin ich Daniel Mandelkern. Ich halte die Hand mit dem Stift hin und schreibe, ich notiere mich (Daniel Mandelkern). Ich verschweige nichts, ich notiere alles (Daniel Mandelkern ist sich selbst Archivar). Ich schreibe mich fest (Daniel Mandelkern ist ein Stapel Papier). Ich notiere (Flughafenhalle), ich notiere (Süddeutsche Zeitung), ich notiere (Zigarettenpreis), ich notiere (eine schwarze Bulldogge mit drei Beinen). Ich schreibe meinen Körper auf (Durchfall, dreieinhalb Flaschen Wein gestern Abend, zu zweit). Der Rotwein ist mir nicht gut bekommen (Kopfschmerzen). Später will ich Elisabeths Haar aufschreiben, ihr Blut an mir, noch später das Gerede ein paar Sitze weiter, dort sitzen immer noch die beiden Italiener, ich spreche kein italienisch, also schreibe ich (Gerede). Ich schreibe (Glück), (Angst), (Zögern), ich schreibe (Konzentration), ich schreibe (Elisabeth, Elisabeth, Elisabeth), das dritte Mal mit etwas Tadel in der Schrift. Ich schreibe (es bringt nichts, mit seiner Chefin verheiratet zu sein), ich schreibe (es ist falsch, für seine Frau zu arbeiten), ich schreibe (liebe Elisabeth, ich will kein Kind, aber Dich will ich schon). Ich also mit einem Pappbecher Kaffee und der ersten Zigarette seit Monaten im Nichtraucherwartebereich am Hamburger Flughafen. Ich schreibe (Nichtraucherwartebereich), obwohl ich jetzt rauche, obwohl niemand wartet (das ist die Wahrheit).
Wir trinken zuviel
Barbaresco, sagte Elisabeth (der Sportteil der Süddeutschen und stärker werdende Kopfschmerzen). Elisabeth hat den Auftrag gestern an mich vergeben (mit ihrem dringlichen Mund), recherchiert und gedruckt und gebunden liege das Material in unserer Wohnung, sagte sie nach der Konferenz zu mir, während ich zu gleichen Teilen teilnahmslos und wütend ihren Blick erwidern wollte. Wir sollten heute auswärts essen, sagte ich, auf neutralem Terrain lässt sich reden (Elisabeths rote Haare wie ein Heiligenschein. Elisabeth ist ein Oxymoron). Darauf Elisabeth: wir trinken zuviel. Wir müssen nicht trinken, sagte ich, wir können.
Schwarze Hunde
Immerhin Italien, sagte ich also beim Wein und meinte damit tatsächlich den Wein, um das Gespräch in aller Vorsicht zu beginnen. Darauf Elisabeth: Svensson hat auch keine Kinder, er scheint ein seltsamer Mensch zu sein. Vielleicht versteht ihr euch, sagte Elisabeth. Nein, sagte ich und lachte, er hat einen schwarzen Hund mit drei Beinen, schwarze Hunde sind mir schon farblich zuwider, schwarze Hunde stehen am Eingang der Hölle und warten. Elisabeth trank ihr Glas schnell aus und schenkte uns nach. Deine Sorgen möchte ich haben, sagte sie, vielleicht ist da eine gute Geschichte. Wir sehen in unsere Gläser (Elisabeths schmaler Hals, wenn sie schluckt wie ein Schwan). Harnisch fällt aus, die Kapazitäten erlauben nichts anderes, vergiss das bitte nicht, sagte Elisabeth später, oder willst du lieber nach Châtenay-Malabry und Lance Armstrongs gefrorene Urinproben und ihre Moral beschreiben?
Elisabeth hat aber meine Sorgen nicht.
Das recherchierte Material liege übrigens in der Wohnung, habe sie das schon gesagt?, fragte Elisabeth und bestellte noch einen Wein, die selbe Rebsorte, diesmal ein Glas. Sie habe allerdings mit dem Rauchen aufgehört (Entschluss: ab morgen atme ich den Rauch verächtlich durch die Nase aus), sie habe auch noch einige Flaschen des gleichen Weins in unserer Wohnung, sagte Elisabeth und ich antwortete ohne Nachdruck ‚gut’, und öffnete später eine dieser Flaschen, worauf wir erst in der Küche tranken (unsere Küche) und wenig sprachen (sie auf dem Ceranfeld, ich auf dem Boden neben den Weinkisten), dann im Arbeitszimmer die zwei schwarzen Recherchemappen zu Svensson ignorierten. Später und endlich betrunken landeten wir auf der Schlafempore, Sex ist bei Elisabeth und mir seit einigen Wochen eine Frage der Betrunkenheit und vielleicht wollten wir die Kondome neben dem Bett übersehen (ihre rote Schulstiftbüchse aus Blech war einmal ihre Pillendose; auf der Rückseite drei Namen eingeritzt, sonst habe ich nicht viel aus ihrem Leben vor mir finden können). Als wir uns umwälzten und ich kurz aus ihr herausrutschte, sagte Elisabeth: in mir nistet sich heute nichts ein, und jetzt halt still, denn Elisabeth ahnt meine ausdrücklichen Pläne für die kinderlosen nächsten Wochen und Monate und Jahre (sagen konnte ich ihr bisher nichts; es gelingt mir nicht). Elisabeth weiß: manchmal reicht ein überflüssiges Wort und ich schrumpfe und schwinde und stehe auf und gehe zum Fenster, nur um auf das dunklere Ende der Bismarckstrasse hinauszusehen und zu sagen, so gehe es nicht (im Sommer kann man durch das Laub der Kastanien die Laternen nicht sehen). Also hielt ich still.
Daniel Daniel
Elisabeth und ich bewohnen eine für meine finanziellen Verhältnisse etwas zu große und etwas zu teure Altbauwohnung im Eckhaus Bismarckstrasse, Mansteinstrasse. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer. Wir haben im Sommer 2003 geheiratet. Ich liebe Elisabeth. Ich bin Ethnologe und freier Kulturjournalist. Ich kämpfe, wie alle kämpfen. Wir haben ein leeres Zimmer, das wir Gästezimmer nennen. Elisabeth ist eine schöne Frau. Ich fahre einen zwanzig Jahre alten Renault vier. Vielleicht ist ein anderes Leben ein besseres Leben. Bei unseren Gehältern ist das einzig Sinnvolle, sagt Elisabeth, wenn ich die Miete bezahle und du das Telefon. Elisabeth ist die schönste Frau, mit der ich je eine Altbauwohnung bewohnt habe. Ethnologie hat für mich nichts mit Papua-Neuguinea zu tun. Elisabeth nimmt die Pille nicht mehr, sie will jetzt ein Kind. Elisabeth ist eine nüchterne Frau. Sie hat ein Kind bekommen, sie hat es verloren, sie will es noch einmal riskieren. Da nistet sich nichts ein, sagte Elisabeth. Also hielt ich still. Elisabeth rief dann Daniel Daniel, sie rief Daniel mitten in mein Gesicht, sie meinte wohl eine Sekunde lang tatsächlich mich.
Barbaresco
Im Flur vor dem bodentiefen Spiegel gestanden und den Wein ausgetrunken. Das Blut an mir betrachtet, die Schlieren neben dem Bauchnabel, und Elisabeth hinter mir greift in das getrocknete Blut an meinem Schwanz, in ihr eigenes getrocknetes Blut an meinem Schwanz und in meinen Haaren und sagt, morgen in der Schlacht denk an mich (mein Schwanz ein stumpfes Schwert; Elisabeth und ich martialisch: wir wetzen uns aneinander stumpf, wir schlagen unsere Klingen schartig). Als ich im Bad das Blut abwasche, sitzt Elisabeth auf dem Klo und sagt, weißt du, Daniel Mandelkern, ich warte darauf, dass du dich entscheidest (das Geräusch pissender Frauen).
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Chapter 3
And who exactly is Daniel Mandelkern?
My plane leaves in exactly two hours. I’m alone in this waiting area at gate eight (notebooks, postcards, coffee, mineral water, cigarettes a little further down the corridor). Two Italian businesswomen are yakking over at gate seven (Pepsi Light). I make a note of my boredom and my headache (boredom, headache). I pace up and down. I buy a postcard (Volksparkstadion). I buy cigarettes. I’m taking up smoking again because men who smoke are known to be less virile, their sperm lack endurance (they just give out somewhere along the way). Cigarette prices have gone up since my last pack. At the magazine stand I notice a Semikolon brand notebook, I can only ever find those at the stationery store down by the art school, which for me is practically a daytrip, so I buy three (Do you speak English? I ask the cashier, unnecessarily; just across the runway the pines on the outskirts of Niendorf.) The weekend edition of the Süddeutsche Zeitung (August 6-7, 2005). I drink coffee, I make notes, I could smoke (“Air Growing Scarce in Sunken Submarine”). I could also throw my notebook in one of the trash bins next to me (color-coded for recycling). I could get up and leave.
And who exactly is Dirk Svensson?
was my question for Elisabeth at the emergency editorial board meeting on Saturday, upon seeing Dirk Svensson’s name and mine paired on the board behind her. For a moment I thought: get up and walk out right now, reject the assignment completely. I know almost nothing about Svensson and have no desire to do a story on him, I could have said, I want to stay with you. But instead I sat quietly and looked, first at Elisabeth (red hair, gathered off her neck in a bun), and then at my feet (green flip-flops). “Dirk Svensson” means two fewer days for me to say to Elisabeth what I want to say to her in private, and at work she’s met me with a stubborn resolve over the past few days. That’s exactly what you’re supposed to find out, Mandelkern! Elisabeth was all business. We’d finally gotten an interview, she said, everything was set, and now of all times Harnisch couldn’t go, and so tomorrow (Sunday) I would fly to Milan and on Tuesday back. Mandelkern is next down the line, Elisabeth explained to the meeting (proxy), you’ve inherited this story, she said. I had to admit I had heard of Svensson, it would have been impossible not to, this mystery man who made a pile of money from writing one children’s book. But the man Svensson, Elisabeth explained, the man behind the children’s book and all the royalties, remains hidden. Dirk Svensson, Elisabeth stressed during the meeting, is a very odd man. For weeks the editors had been talking about Svensson and for weeks the profile had been postponed because Svensson doesn’t want to travel, because every meeting falls through, because we don’t know where he is exactly (somewhere on Lago di Lugano, also known as Lago Ceresio, a lake in Tessin Canton, half in Switzerland and half in Italy, named after the city of Lugano, lowest point 271m), because he can’t travel, because he lives alone with his dog, because his dog is his whole world (a black bulldog with three legs). Harnisch can’t do it, and profiles and oddness, said Elisabeth laughing, are two of your specialties, Mandelkern.
Talleggio & Quartirolo
It’s Elisabeth’s diplomacy in front of our coworkers that I can’t stand, this awkward diplomacy, bias to create the impression of non-bias (the green of her eyes distributed evenly). And that’s why I’m sitting here now at 6:30 a.m. in the Hamburg airport in the (nearly) empty terminal at gate eight, much too early, because Elisabeth’s alarm clock woke me up (the last, half-empty bottle of wine next to the red digits in the early morning light). Elisabeth rolled over and said she wanted to sleep a little longer, and: maybe when you’re there you’ll be able to find Talleggio and Quartirolo, that would be great, they both come from there. As though I were just going down to the Swiss deli in the Grindelallee (Christl’s Comestibles).
Why write, why not go?
Only when I’m recording what happens, what I see and hear and what is said, am I Daniel Mandelkern. I hold the pen in my hand and write, I record myself (Daniel Mandelkern). I hide nothing, I record it all (Mandelkern is his own archivist). I write what I am (Daniel Mandelkern is a stack of papers). I affix myself to the page. I record (airport terminal), I record (Süddeutsche Zeitung), I record (cigarette prices), I record (a black bulldog with three legs). I write down my body (diarrhea, last night three-and-a-half bottles of wine between two people). The red wine did not agree with me (headache). Later I want to write down Elisabeth’s hair, her blood on me, still later the prattling a few seats down, the Italian women haven’t left, I don’t speak Italian, so I write (prattling). I write (happiness), (fear), (uncertainty), I write (concentration), I write (Elisabeth, Elisabeth, Elisabeth), the third time the handwriting reproachful. I write (nothing good can come of being married to your boss), I write (it is not right to work for your wife), I write (Dear Elisabeth, I don’t want a baby but I still want you). I am here with a coffee in a paper cup and my first cigarette in months in a non-smoking waiting area in the Hamburg airport. I write (non-smoking waiting area), even though I’m smoking, even though no one is waiting (this is the truth).
We drink too much
Barbaresco, said Elisabeth (sports section of the Süddeutsche and an increasingly painful headache). Elisabeth gave me the assignment yesterday (with her urgent mouth), all materials are researched, printed, and bound in our apartment, she told me after the meeting, while I tried to return her gaze with equal parts aggravation and apathy. We should go out for dinner tonight, I said, have this discussion in neutral territory (Elisabeth’s red hair like a halo. Elisabeth is an oxymoron.) At this, Elisabeth: we drink too much. We don’t haveto drink, I said, we can.
Black Dogs
So Italy, I said later over wine, and actually meant the wine, approaching the conversation cautiously. At this, Elisabeth: Svensson doesn’t have children either, he seems rather peculiar. Perhaps you’ll understand one another, she said. No, I said and laughed, he has a black dog with three legs, I can’t even stand the color of black dogs, black dogs stand at the entrance to Hell and wait. Elisabeth drained her glass and refilled us both, first mine, then hers. If only I had your worries, she said, maybe there’s a good story there. Then we stared into our glasses (Elisabeth’s thin neck, like a swan swallowing a piece of bread). Harnisch can’t do it, we don’t have anyone else who can, please keep that in mind, said Elisabeth later, or would you prefer to go to Chatenay-Malabry and write about Lance Armstrong’s frozen urine sample and its ethical implications.
But Elisabeth doesn’t have my worries.
All the background materials were at the apartment, did she say that already? asked Elisabeth and ordered more wine, the same vintage, one glass this time. She had quit smoking altogether (resolution: from tomorrow on, I’ll always exhale the smoke disdainfully through my nose), she had several bottles of this same wine in our apartment, said Elisabeth, and I answered with an unenthusiastic “good,” and then later I was opening one of these bottles, whereupon we drank first in the kitchen (our kitchen) and said little (she on the smooth stovetop and I on the floor next to the wine crate), then in the office, ignoring the two black folders full of research on Svensson. Later, finally drunk, we landed on our platform bed, in the last few weeks sex for me and Elisabeth has been ultimately a question of drunkenness, and it’s possible we’ve deliberately overlooked the condoms next to the bed (her red pencil tin was once her pill box, three names scratched into the back, one of the few things I’ve found from her life before me). After we flipped over and I slipped out of her, Elisabeth said: nothing is going to grow in there, now hold still, because Elisabeth suspects my determination to remain childless in the coming weeks and months and years (I haven’t said anything up to now; I wasn’t able to). Elisabeth knows: sometimes all it takes is one misplaced word and I shrink and droop and stand up and go to the window, only to look out on the darkened end of Bismarck Street and say, this isn’t working (now that it’s summer you can’t see the streetlamps through the leaves of the chestnut trees). So I held still.
Daniel Daniel
Elisabeth and I rent an apartment, which for my financial situation is too large and too expensive, in a pre-war building on the corner of Bismarck and Manstein Streets. Bedroom, living room, office. Elisabeth and I married in summer, 2003. I love Elisabeth. I am an anthropologist and freelance culture journalist. I struggle, like anyone else struggles. We have an empty room that we call the guest room. Elisabeth is a beautiful woman. I drive a 20-year-old Renault Four. Maybe another life could be a better life. With our salaries it’s only logical, says Elisabeth, that I pay the rent and you pay for the telephone. Elisabeth is the most beautiful woman I have ever rented a pre-war apartment with. For me, anthropology has nothing to do with Papua New Guinea. Elisabeth isn’t on the Pill, now she wants a baby. Elisabeth is a level-headed woman. She had a baby, she lost it, she wants to risk it again. Nothing is going to grow in there, said Elisabeth. So I held still. Elisabeth screamed out Daniel Daniel, she screamed Daniel right in my face, she was actually with me for a second.
Barbaresco
Later, finishing the wine, standing in the hall in front of the full-length mirror. I’m looking at the blood on me, a smear next to my navel, and Elisabeth grabs my bloody cock from behind, her dried blood on my cock and in my hair, and says, tomorrow in the battle think on me (my cock a dull sword; Elisabeth and I fierce: we sharpen each other dull, we grind our blades jagged). While I wash off the blood in the bathroom, Elisabeth sits on the toilet and says, you know, Daniel Mandelkern, I’m waiting for you to make up your mind (sound of women pissing).
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